Kücknitz

Stadtteilnummer: 
9
Einwohner: 
17 883
Fläche: 
24.60km²

Kücknitz ist der neunte von zehn Lübecker Stadtteilen und besteht aus den Stadtbezirken Dänischburg/Siems/Rangenberg/Wallberg (27), Herrenwyk (28), Alt Kücknitz/Dummersdorf/Roter Hahn (29) und Pöppendorf (30).

Lage

Kücknitz liegt im nordöstlichen Bereich Lübecks zwischen der Innenstadt und dem Ostseebad Travemünde. Erreichbar ist Kücknitz durch den privat finanzierten, mautpflichtigen Herrentunnel oder über die Autobahnen A1 und A226. Der Stadtteil Kücknitz ist umgeben von viel Wald, Landschafts- und Naturschutzgebieten, man ist nahe an der Ostsee und kann von nahezu jedem Wohnort in wenigen Fahrradminuten in freier Natur sein.

Bevölkerungsstruktur

Die Bevölkerungsstruktur entspricht weitestgehend dem Lübecker Durchschnitt. Der Anteil der Arbeitslosen an der Wohnbevölkerung liegt leicht über dem Lübecker Durchschnitt, ebenso der Anteil der Einwohner mit einer anderen als der deutschen Staatsangehörigkeit.

Geschichte

In der Nähe von Pöppendorf liegen das jungsteinzeitliche Pöppendorfer Großsteingrab und der wagrische Pöppendorfer Ringwall.

1147 errichtet Graf Adolf II. von Holstein zur besseren Sicherung Lübecks auf der Trave eine Wache ein. Sie war gegenüber dem Dassower See auf dem Hirtenberg am Stülper Huk gelegen.

1715 nahm im Waldhusener Forst ein Holzvogt seinen Dienst auf. 1765 wurde das Forsthaus Waldhusen gebaut, das als ältester Wohn- und Dienstsitz eines Försters in Deutschland gilt.

Im Kücknitzer Stadtbezirk Herrenwyk bestand von 1905 bis 1981 das Hochofenwerk Lübeck, das eines der größten Arbeitgeber der Stadt war.

Im Zweiten Weltkrieg war Kücknitz eine Hochburg des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. So kam es im Jahre 1939 zu Konflikten zwischen den Nationalsozialisten und den links gruppierten Organisationen in Kücknitz, den die "Linken" gewannen und so den Einzug der Nationalsozialisten in Kücknitz für lange Zeit blockierten.

In dem Lager Pöppendorf im Waldhusener Forst wurden nach dem Krieg von der Britischen Militärregierung ebenso wie im Lager "Am Stau"; beim heutigen Herrentunnel im Rahmen der Operation Oasis die Passagiere der Exodus untergebracht.

Verkehr

Kücknitz besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Lübeck-Lübeck-Travemünde Strand, über die auch der Containerhafen angebunden wird.

Der Ort wird mit den sechs Buslinien der Stadtverkehr Lübeck bedient.

Die A 1 streift den Ortsteil im Westen. Von der A 1 zweigt die A 226 ab und endet mitten im Ort, am Anfang der B 104. Die B 75 kommt von Norden aus Richtung Travemünde und verläuft zusammen mit der B 104 durch den Herrentunnel.

Schulen

Schule Roter Hahn (Grundschule, offene Ganztagsschule)
Rangenberg-Schule (Betreute Grundschule)
Luisenhof-Schule (Grundschule)
Grund- und Hauptschule Kücknitz
Trave-Gemeinschaftsschule
Trave-Gymnasium

Sportvereine

TSV Kücknitz
TSV Siems
TG Rangenberg
TSV Dänischburg
 
Quellle: Wikipedia