St. Gertrud

Stadtteilnummer: 
7
Einwohner: 
41 323
Fläche: 
26.50km²

St. Gertrud ist die östliche der drei historischen Vorstädte von Lübeck neben St. Jürgen im Süden und St. Lorenz im Westen und Nordwesten der Stadt vor dem Burgtor zwischen der Trave und der Wakenitz bis zur Grenze mit Mecklenburg-Vorpommern. Bis zum Bau des Elbe-Lübeck-Kanals hatte das Gebiet dieses Stadtteils den einzigen Landzugang zur Stadt.

Der Stadtteil umfasst die Stadtbezirke Karlshof/Israelsdorf/Gothmund (25), Burgtor/Stadtpark (06), Marli/Brandenbaum (07) und Eichholz (08). Der Definition der Verwaltungsbezirke steht gelegentlich ein Sprachgebrauch der Bürger der Stadt gegenüber, die nur das Gebiet zwischen Travemünder Allee, Heiligen-Geist-Kamp und Roeckstraße als das "(alte) St. Gertrud" bezeichnen.

St. Gertrud ist seit dem 30. April 1877 offizieller Stadtteil der Hansestadt Lübeck

Herkunft des Namens

Für die Bestattung der zahlreichen Opfer des Schwarzen Todes wurde im Sommer 1350 vor dem Burgtor ein Friedhof mit bald darauf zusätzlich errichteter Kapelle angelegt. Geweiht wurden beide der Schutzpatronin der Reisenden St. Gertrud; dementsprechend war die kleine Kirche als St.-Gertrud-Kapelle bekannt. Die Kapelle wurde 1622 während des Dreißigjährigen Kriegs abgerissen, um Platz für die Erweiterung der Festungsanlagen zu schaffen, der Friedhof wurde verlegt. Die heutige St.-Gertrud-Kirche wurde am 26. Juni 1910 geweiht.

Lage

Historische Umschreibung des Stadtteils aus einer städtischen Verordnung vom 23. März 1861:

"Zur Vorstadt St. Gertrud gehören alle Grundstücke vor dem Burgthore, welche umschlossen werden vom Burgthorzingel ab durch die Trave, die Israelsdorfer Feldmark, das Lauerholz, die Feldmarken von Wesloe, Brandenbaum und der Hohenwarte, und durch die Wacknitz bis zum Burgthorzingel; so wie außerdem die Grundstücke der Treidelhütte, der Glashütte, des Kaninchenberges, des zweiten Fischerbudens und der Spieringshorst."

 
Quellle: Wikipedia